Turn- und Sportverein Leinfelden

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Handball

Aktuell

  • M1: Deutlicher Heimsieg

    m1Bereits voriges Wochenende konnte die M1 ziemlich ungefährdet beide Punkte aus der Esslinger Innenstadt mit nach Hause bringen. Innenstadt heißt jetzt natürlich nicht, dass das Spiel auf dem Marktplatz im Freien ausgetragen wurde. Die Schelztor-Sporthalle liegt in Esslingen sehr zentral und hat genau wie die Stadt selber schon Einiges an Erfahrung aufzuweisen, wenn man Erfahrung an der Anzahl der über die Jahrzehnte (-hunderte) dort ausgetragenen Sportveranstaltungen misst. Schon beim Betreten der Halle hatte man das Gefühl, dass hier ganz bestimmt schon historische Figuren wie Wilhelm I. oder Alexander der Große bei Auswärtsspielen ihre Bälle in das damals noch aus Dinosaurierknochen zusammengebundene und etwas windschief dastehende Torkonstrukt warfen. Aber das ist natürlich alles vollkommener Blödsinn, denn Wilhelm I. hat mit Sicherheit nie Handball gespielt.

    Aber zurück zum Wesentlichen, denn verdient war der Sieg der M1 allemal: Die Mannschaft des Team Esslingen II konnte lediglich am Anfang des Spiels noch zum 1:1 ausgleichen, den Rest der Spieldauer aber gab die HSG die Führung nicht mehr aus der Hand. Am Ende durfte die M1 durchaus zu Recht ihre bei den mitgereisten Fans bekannte Auswärtssieg-Schraube in der sehr altehrwürdigen Halle drehen.

    Was bedeutet das für das aktuelle Spiel?

    Um sich jedoch wirklich im oberen Drittel der Tabelle festzusetzen, musste dieser Auswärtssieg am folgenden Wochenende zuhause gegen die zweite Mannschaft aus Neuhausen ebenfalls mit zwei Punkten vergoldet werden. Dass dies durchaus im Bereich des Möglichen lag, verriet ein Blick auf die Tabelle: Hätte man im Wettbüro auf einen Sieg der M1 getippt, dann wäre die Gewinnquote vermutlich nicht allzu hoch gewesen. Doch das ist nur reine Theorie, die Wahrheit liegt mit der Praxis wie immer auf dem Platz und kann nicht selten einige Überraschungen mit sich bringen.

    Oder halt auch eben nicht... Denn ein Sieg mit zwanzig Toren Differenz (39:19) spricht schon eine sehr eindeutige Sprache. Dabei sah es zu Beginn gar nicht so sehr danach aus, als wäre ein Kantersieg dieser Größenordnung zu erwarten. Schon im Vorfeld der Begegnung waren sich Teile des Publikums nicht sicher, ob zwei der M1-Akteure der physischen Belastung des Spiels überhaupt gewachsen waren, da diese am Vorabend durch die durchaus raue, anstrengende und fordernde Schule des AH-Kicks geschickt wurden.

    Distanzwürfe und ein Spielzug

    Zu Beginn prägten viele Distanzwürfe auf beiden Seiten die Partie. Gerechtfertigt waren diese jedoch nur auf Seiten der HSG, da der erste der beiden Torhüter der Neuhäuser Mannschaft nicht gerade einen Sahnetag erwischt hatte. Auch nach dem folgerichtigen Wechsel im Gehäuse änderte sich das Pech – oder je nach Sichtweise: das Glück – im gegnerischen Tor nicht. Im Gegensatz dazu konnte sich der HSG-Keeper des Öfteren durch Paraden auszeichnen.

    Auch Spielzüge hatten Seltenheitswert, lediglich der Gastgeber versuchte hin und wieder durch den „dicken Bauch“ zum Erfolg zu kommen. Also zumindest die um drei Generationen ältere Mannschaft hat diesen Spielzug damals so genannt. Wie er heute im Team korrekterweise bezeichnet wird... Keine Ahnung. Den zweiten Versuch dieses Spielzuges schloss der eingelaufene Rechtsaußen jedenfalls mit einem sehenswerten Heber zum 5:4 zu Beginn der achten Minute ab.

    Die Sache mit der Anzeigetafel

    Da wir gerade bei dieser speziellen achten Minute sind: Den Zuschauern an diesem Heimspieltag wird es aufgefallen sein, dass in der Goldäckerhalle eine neue Anzeigetafel hängt, die aber zu diesem Zeitpunkt bereits schon wieder teilzerstört war. Zumindest fehlten bei der zweiten Ziffer der Zeitanzeige die beiden oberen linken Segmente der Matrix. Wenn nun also ein Zuschauer bei diesem Spiel zu spät gekommen ist, gerade noch den wunderschönen Abschluss des Dicken-Bauch-Spielzuges mitbekommen hat und dann seinen Blick zur Anzeigetafel schweifen lässt, wird er sich vermutlich zunächst mal ziemlich gewundert und eventuell auch geärgert haben. Denn anstelle der tatsächlichen Spieldauer von 7:05 Minuten wurden 1:05 Minuten angezeigt. Und insgesamt neun Tore innerhalb von 65 Sekunden zu verpassen, das wäre tatsächlich sehr ärgerlich gewesen. In der zweiten Halbzeit hingegen prangten von oben oftmals Sachen wie beispielsweise 4d:36 oder 5ɔ:23, was durchaus auch Codenamen für weitere Spielzüge hätten sein können. Verwirrend, zumal darauf auf dem Feld einfach kein weiterer Spielzug zu sehen war…

    Stark in Unterzahl

    Leider war in der Anfangsphase ansonsten beim Torabschluss auf Außen ein ums andere Mal der Wurm drin. Bereits schon früher als zur 6:4 Führung in der elften Minute hätte es durchaus einmal hachteln dürfen. Im Laufe des Spiels besserte sich aber das Trefferglück, was bei einem so hohen Endstand folglich auf fast jeden Spieler zutraf.

    Je älter die erste Halbzeit wurde, desto mehr machte sich der Tabellenstand auch bemerkbar. Die M1 bekam das Spiel zunehmend in den Griff und agierte insgesamt souveräner, die erste Fünf-Tore-Führung war zur 17. Minute zum 11:6 herausgespielt. In der kurz darauf folgenden Unterzahl machte sich der Leistungsunterschied dann deutlich bemerkbar. Durch einen langen und schön herausgespielten Angriff mit erfolgreichem Abschluss und einem (in Unterzahl!) mehr als frei gespielten Außen konnte die zwei Minuten Strafe erfolgreich mit 2:0 gewonnen werden.

    Mit einem Spielstand von 17:10 schickte der Schiedsrichter, der die Partie insgesamt gut im Griff hatte, die Mannschaften in die Kabinen.

    Hervorragend funktionierende Mannschaft

    Zur zweiten Halbzeit gibt es eigentlich nicht allzu viel zu sagen. Dadurch, dass die M1 an diesem Tag einfach offenbar wahnsinnige Lust auf Handball hatte und auch bis zum Ende nicht nachließ, konnte man die zweite Halbzeit mit einem noch deutlicheren Ergebnis von 22:9 für sich entscheiden. Zu so einem hohen Ergebnis beigetragen haben sicherlich auch die in der zweiten Halbzeit immer häufiger werdenden Tempogegenstöße.

    Darüber hinaus hat man als Außenstehender – schon vorher, aber bei diesem Spiel insbesondere – gesehen, dass die Mannschaft trotz eines vorzeitig gewonnenen Spiels immer noch gewillt ist, für den anderen zu rennen und sich aufzureiben. Auch bei vorzeitig verlorenen Spielen hatte man in dieser Saison bisher nicht den Eindruck, das Team würde auseinanderfallen, aber an diesem Samstag wurde diese positive Eigenschaft besonders deutlich. Dem Trainer ist es gelungen, so hat es den Anschein, mit der Mischung aus vielen jungen Spielern und ein paar alten Recken ein homogenes und gut funktionierendes Mannschaftsgefüge zu formen. Ohne dieses hätte man das Spiel gegen die Zweite aus Neuhausen eventuell auch gewinnen können, aber definitiv nicht mit einem Kantersieg von 39:19.

    Rege Beteiligung beim nächsten Spiel erhofft

    Diesen Samstag (15.12.2018) wird der letzte große Heimspieltag in diesem Jahr stattfinden. Die einzelnen Teams – und so auch die M1, die diesen Spieltag mit dem letzten Spiel um 20 Uhr bei hoffentlich voll funktionierender Anzeigetafel beschließen darf – würden sich mit Sicherheit über zahlreiche Zuschauer freuen, die das Spielgeschehen mit ihrer Stimme und ihrem unvergleichlichen Rhythmusgefühl an den Trommeln positiv beeinflussen. Denn eine Niederlage möchte ja schließlich niemand mit ins neue Jahr nehmen.

  • F2: Punktlandung

    ,Mit dem Neuen endet die Pleiteserie?

    Der erste Saisonsieg war zum Greifen nah. Am Ende ist es für die Handballerinnen der HSG LE am […] Donnerstag in der Landesliga immerhin ein Unentschieden und damit das Ende der eigenen Niederlagenserie geworden.''

    Mit dem Neuen endet die Pleiteserie!

    Getrieben von ,,dem Neuen'' legten die HSG LE Damen vor. NTW legte nach und so entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Die Halbzeitpause wurde mit einem 10:11 eingeleitet. ,,Der Neue'' war zufrieden mit der Leistung seiner Spielerinnen.

    Von den 11 gegnerischen Toren, wurden 4 von der 7-Meter-Linie erzielt. Auf der HSG LE Seite wurden von 10 Toren, 2 per 7-Meter verwandelt. Demnach standen 7 gegnerische Feldtore, 8 heimischen gegenüber. Das stake Kreisanspiel und vorallem der körperlich starke Kreis der Gegner machten es den LE-lern schwer Fouls zu unterbinden. Dementsprechend sollte das Kreisanspiel frühzeitig unterbunden werden, damit man kein Kräftemessen an der durchgezogenen Linie vollbringen musste.

    1. 33. Minute, Tor und Ausgleich auf Seiten der HSG LE. Auf dem Spielfeld stand laut Tabelle der Letztplazierte (HSG LE) dem fünftplazierten (NTW) gegenüber. Tatsächlich sah das aber nicht nach einem ,,Goliath und David''-Kampf aus, sondern nach einer ausgeglichenen Partie, die nur durch Köpfchen gewonnen werden konnte. Das Ergebnis spiegelt das Spiel gut wieder. Der Ausgleich zum 19:19 wurde durch die HSG NTW erzielt. Wir erhalten kurz vorm Schluss noch eine Chance, doch vergebens.

    Um die Statistik von oben noch einmal weiter zu führen, schauen wir uns auch hier die erzielten Tore an. Von den 8 gegnerischen Toren, wurden wieder 3 von der 7-Meter-Linie erzielt. Auf Seiten der HSG waren es von 9 Toren 2, die per 7-Meter verwandelt wurden. Daraus ergibt sich ein Stand von 5 gegnerischen zu 7 heimischen Toren in der zweiten Halbzeit.

    Lange Rede, kurzer Sinn – 1 Punkt > 0 Punkte

    Auch wenn mehr drin gewesen wäre, war das (punkttechnisch) das beste Spiel der letzen 6. Nach nur einem Training mit ,,dem Neuen'' ist eine deutliche Leistungssteigerung zu sehen und daran kann und muss man anknüpfen. Die Motivation stimmt (endlich) wieder. #CBS

    Es spielten: I. Lieb, F. Lieb (beide Tor), Wirtz (1), Wittum (3), Soldner, Schweizer (4/3), Mitic, Dinkelacker (4), Breuning (3), Zeeb (1/1), Hinterkopf (1), Müller (2), Fink, Steinlein

     

  • M1: Das Nachspiel

    m1Der Titel kann zugegeben leicht falsch verstanden werden. „Nachspiel“ bedeutet jedoch in diesem Fall nichts Schlechtes oder gar Bösartiges. Denn am vergangenen Spieltag (3. November) sollte es das erste Mal in dieser Saison sein, dass die beiden ersten aktiven Teams der HSG nacheinander ihre Spiele austragen durften. Und nach dem ziemlich großartigen und spannenden Spiel der Damen, die mit 26:22 den - bis zu diesem Zeitpunkt - punktgleichen Tabellen-Nachbarn aus Heinigen nach Hause schickten, war das Team der M1 an der Reihe. Mit diesem Sieg stehen die Damen übrigens als Aufsteiger aktuell mit 12:6 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Wenn ein profaner Spielbericht wie dieser jetzt Beifall klatschen könnte, er würde es tun.

    Im Anschluss daran lief wie erwähnt die M1 aufs Parkett. Es ist ein wenig eigenartig - und auf diesen Gedanken kann man als jemand ohne Einblick in die Interna des Vereins schon mal kommen - dass die BW-Oberliga (4. Liga!) das Vorspiel für die Bezirksklasse Esslingen/Teck ist. Wenn man auf ein Konzert geht, würde man ziemlich aus der Wäsche gucken, wenn die Band, die in großen Lettern von der Eintrittskarte prangt, den Anheizer für die Vorband geben würde. Aber ich schweife ab...

    Zurück zum Nachspiel

    Wirklich viel zu erzählen gibt es in der ersten Halbzeit nicht. Gegen den Tabellenletzten hätte man eigentlich ein vermeintlich leichtes Spiel erwartet, und im Angriff schien das zu Beginn tatsächlich auch so zu sein. Die gegnerische Abwehr glich meinem Lernmotto damals in der Schule: Mut zur Lücke. Was bei mir natürlich mehr schief als gut ging, gilt in diesen ersten Minuten auch für die Grabenstettener Abwehr. Kein Aufbau der HSG-Angriffe musste komplett von links nach rechts mit Druck durchgespielt werden. Das Loch in der Abwehr des Gegners fand sich einfach zu schnell, und der Torhüter dahinter schien gedanklich noch in der Kabine zu weilen.

    Leider aber hatte Grabenstetten außer einer Abwehr auch einen Angriff in die Goldäckerhalle mitgebracht. Und der schien beim munteren Torewerfen ebenfalls mitmischen zu wollen. Jedenfalls stand es nach fünf Minuten bereits 5:5, und jeder kann sich das finale Resultat ausrechnen, falls diese Intensität beibehalten worden wäre. Wurde sie aber nicht, das dürfte auch jedem klar sein. In der Folge hatte der Gegner jedoch das glücklichere Händchen, so dass die M1 beim Stand von 8:12 eine Auszeit nehmen musste. Danach kam man zwar langsam ins Spiel, der Ausgleich zum 14:14 fiel aber erst zur 27. Minute. Der Pausengong - oder besser: gesagt diese unglaublich nervende Hallentröte - erreichte das Spiel beim Stand von 17:18. Es ging also mit einem leichten Rückstand in die Kabine.

    Gaspedal im zweiten Abschnitt endlich entdeckt

    Der Start in die zweite Halbzeit gelang - wenn man es mal so ausdrücken möchte - überhaupt nicht. Aus dem 17:18 zur Pause machte Grabenstetten sehr schnell ein 17:20. Danach aber drehte die M1 auf, der Gleichstand zur Aufholjagd gelang in der 37. Minute zum 20:20. Die erste deutliche Führung erspielte man sich neun Minuten später beim 29:25.

    Leider kam dieses Spiel nicht ohne rote Karte aus. Bei einem schnellen Angriff der Grabenstettener hakte sich einer der erfahreneren Spieler auf Außen geschickt mit seinem Wurfarm bei unserem Abwehrspieler am Sechs-Meter-Kreis ein. Die klare Regelauslegung: rot. Wenn man aber bedenkt, dass unser Abwehrspieler eigentlich noch in der A-Jugend spielt und diese Aktion ein paar Minuten vor Schluss bei einem deutlichen Rückstand passierte, kann man schon mal die Frage stellen: Muss man diese rote Karte tatsächlich so provozieren, auch wenn die Regel sie klar hergibt? Das über weite Strecken gut pfeifende Schiedsrichtergespann konnte die Aktion auch nur mit einem Schulterzucken quittieren, als sie die rote Karte zückten. So sind eben die Regeln, ihnen blieb keine andere Wahl.

    Viel eingebracht hatte diese ganze Aktion ohnehin nicht. Der dazu gehörende Siebenmeter wurde stark vom Keeper pariert. Die M1 entschied die paar Minuten danach mit 5:1 für sich, so dass am Ende aufgrund der zweiten Halbzeit ein verdienter 37:29 Sieg auf dem Konto verbucht werden konnte.

  • M1: Die HSG-Welt (noch) nicht gerettet

    m1Es ist Donnerstag, der 1. November. Also... jetzt explizit heute selbstverständlich nicht. Die Chance, dass heute irgendein anderer Tag ist, ist relativ hoch. Aber das Auswärtsspiel unserer M1 gegen die Zweite aus Dettingen fand am 1. November statt, arbeitet hier bitte konzentriert mit! Und es ist kurz vor 18 Uhr... ihr versteht!? Darüber hinaus ist es tiefster Herbst, und wenn man zu dieser Jahreszeit an genau diesem Tag zu dieser Uhrzeit die B28 von Reutlingen in Richtung Dettingen fährt, ist es schon relativ düster. Lediglich die bereits untergegangene Sonne lässt noch einen kleinen Streifen blaue Helligkeit am Himmel stehen. So sieht es zumindest im Rückspiegel aus. Das spärliche Licht, das von hinten scheint, legt die Umrisse der Schwäbischen Alb frei, die sich direkt vor einem aufbäumt und bedrohlich schwarz anmutet. Bei genauem Hinsehen sind in der Dunkelheit noch vereinzelt Nebelschwaden am Fuße der Berge zu erkennen.

    Ein Szenario, als würde man direkt nach Mordor fahren. Das verdient ohne jeden Zweifel das Prädikat „beeindruckend“. Der kleine Abenteurer, der vielleicht irgendwo in jedem von uns wohnt, möchte sofort in das dunkle Gebirge aufbrechen und einen kleinen goldenen Ring in einen mit brodelnder Lava gefüllten Krater werfen.

    Wenn man dann aber tatsächlich auf dem Parkplatz der Dettinger Sporthalle aus dem warmen Auto steigt, stellt man sich schon die Frage, wo zum Geier zu dieser Jahreszeit solch hohe Temperaturen herkommen sollen, die Metall tatsächlich zum Schmelzen bringen können. Zumal es auf der Schwäbischen Alb schon seit rund elf Millionen Jahren keine aktiven Vulkane mehr gibt. Wenig heldenhaft, das Ganze. Plötzlich kommt man sich ziemlich klein vor. So kann man die Welt nicht retten. Dann muss man den Ring eben auf dem Wohnzimmertisch liegen lassen und bis zum nächsten Sommer warten. Das dauert zwar etwas, aber immerhin hätten sich dann die Sachen mit der Temperatur und dem Einschmelzen des Ringes von selber erledigt. Frodo hätte das unter diesen Umständen mit Sicherheit nicht anders gemacht, dieses pfiffige kleine Frettchen.

    Ich bin ehrlich gesagt nicht so ganz sicher, ob ich die Geschichte von Tolkien so einigermaßen korrekt wiedergegeben habe. Die Filme habe ich zuletzt gesehen, als sie ins Kino kamen. Also vor rund 18 Jahren. Seitdem nicht mehr. Mittlerweile bin auch ich älter geworden, und da hat man eben einfach nicht mehr die ganz große Lust, sich drei dreieinhalb Stunden lange „Filme über die Schmucktransporte von Lilliputanern reinzuziehen“ [1]. Die dafür aufgewendete Zeit bekommst du nie wieder zurück.

    Gute Vorzeichen

    Kommen wir also vom gedanklichen Versuch die Welt zu retten zu etwas vollkommen Anderem und Rationalem: Ein Handballspiel in der Bezirksklasse Esslingen/Teck. Und zwar eines, das von den rein tabellarischen Vorzeichen richtig gut hätte werden können. Denn bisher hatte die M1 in dieser Saison gegen jedes Team gewonnen, das in der Tabelle vor ihnen stand. Gegen Dettingens Zweite hingegen lag man nach 13 Minuten leider bereits mit 10:4 zurück, was den Trainer zur ersten Auszeit zwang. Bis dahin hatte er zu viele Lücken in der Abwehr und zu viele verworfene Bälle im Angriff gesehen. Dettingen machte dem Gast das Abwehrleben durch schnelles Positionsspiel und konsequent ausgespielte Spielzüge schwer. Zudem war unsere Abwehr sehr leise, verbale Kommunikation war zumindest auf der Tribüne nicht zu hören. Nach der Auszeit besserte sich das Spielgeschehen etwas. Platzierte Würfe aus der Distanz und ein nun besser aufgelegter Torhüter schien nun das Rezept zu sein und ließ die HSG einen Spielstand von 13:5 zumindest zu einem 13:9 aufholen. Zur Halbzeit ging es mit 16:11 in den Untergrund der Dettinger Sporthalle.

    Offenbar Dampf in der Kabine

    So ganz genau weiß man natürlich nicht, was zur Halbzeit in der Kabine abging. Was auch immer es war, es zeigte Wirkung: Zu Beginn des zweiten Abschnitts sahen die Zuschauer energische Ballgewinne durch die HSG, die sofort von der Mannschaft und den Zuschauern - natürlich sofern HSG-Fans - frenetisch mit Jubel quittiert wurden. So muss das! Dazu traute sich das Team der M1 im Angriff den ein oder anderen schönen Spielzug zu. Leider blieb der vier bis fünf Tore Rückstand in dieser Phase bestehen, da auch die Dettinger ihrerseits nicht aufs Tore werfen verzichten wollten und dann doch zur 47. Minute bereits mit 24:17 davon gezogen waren. Zehn Minuten vor Schluss nahm die HSG in den Angriffen den Torhüter aus dem Spiel. Auch diese Maßnahme brachte nicht den gewünschten Erfolg, da Dettingen im Angriff trotzdem Tor um Tor warf und zu den richtigen Zeitpunkten die Angriffe clever und lange ausspielten. Dass man der M1 trotz allem den Willen und zumindest in der zweiten Halbzeit die Einstellung nicht absprechen konnte, zeigte einer der letzten Tempogegenstöße, der erfolgreich zum 28:22 abgeschlossen werden konnte. Am Ende stand ein 32:24 zu Ungunsten der M1.

    Sportlich über das ganze Spiel und auch mit der notwendigen Neutralität betrachtet hat das bessere Team an diesem ersten November-Abend des Jahres 2018 gewonnen. Ein paar Prozent waren es, die die Mannschaft aus Dettingen individuell stärker war. Vor dem Rückspiel braucht sich die HSG aber auf gar keinen Fall zu verstecken! Und die Chance, es besser zu machen, bot sich nicht mal zwei Tage später im Heimspiel gegen Grabenstetten. Und sie haben es besser gemacht...

    [1] Zitat Torsten Sträter

  • F2: Ein Spiel zum Vergessen

    f2LE, 06.10.2018, 16.00 Uhr

    Nach einer sehr trainingsarmen Woche, traf man auf einen lauffreudigen Gegner. Trotz voller Bank wurde spärlich gewechselt. Manchmal gibt es eben Spiele, bei denen nichts, wirklich rein gar nichts läuft und so war es bei uns am Samstag. Vorne Ideenlos und hinten ohne nötige Aggressivität. Nachdem man gemerkt hat, dass das, was man gerade tut, weder hinten, noch vorne was bringt, sollte man entweder was im Angriff oder in der Abwehr ändern. Leider beherzigten weder Trainer, noch Spielerinnen diese Idee und so spielten wir weiter drauf los, ohne etwas zu ändern. Dementsprechend hat die HSG das Spiel mit 19:32 verloren.

    Nachdem man am Montag schon gemeinsam auf dem Wasen war, nahm man diese Stimmung wenigstens in die dritte Halbzeit mit. Vielen Dank auch hier an Nicole Bergwanger fürs Aushelfen.

    Es spielten: I. Lieb, F. Lieb (beide Tor), Wirtz (2), Wittum, Soldner (1), Schweizer, Knoll (3), Mitic,  Dinkelacker (4), Bergwanger (3/1), Hinterkopf, Steckroth (1), Fink (1), Steinlein (4)

  • F2: Pech im Rundenspiel - Glück im Pokal

    f2Weilheim, 27.09.2018, 19.15Uhr – Selbstvertrauen tanken

    In der ersten Halbzeit war das Spiel noch ausgeglichen. Mit einem Stand von 12:13 verabschiedete man sich in die Kabine.  

    Die ersten 5 Minuten der zweiten Hälfte glichen der ersten Hälfte. Die volle Bank auf Seiten der HSG ermöglichten dem Trainer Spielerinnen variabel einzusetzen und die Kräfte aller optimal zu portionieren. So zeigte sich die HSG im besseren Licht und erarbeitete sich Stück für Stück die Führung von 6 Toren. Trotz des Vorsprungs war man sich sicher, dass man nun nicht nachlassen durfte. Zu oft hatte man in der Vergangenheit bereits Führungen hergeschenkt und gewonnen geglaubte Spiele aus der Hand gegeben. Doch dieses Mal behielt die HSG Ruhe und Konzentration. Auch den letzten, der drei 7-Meter hielt unsere Franzi suverän und behält eine 100%-Quote beim 7-Meter-Halten.

    Vielen Dank an dieser Stelle für das Aushelfen von Marie Elsäßer und Carlina Luft.

    Es spielten: Lieb (Tor), Wittum, Soldner (1), Schweizer, Luft (9/2), Dinkelacker (1), Breuning (2),  Zeeb (4), Hinterkopf (1), Steckroth (1), Elsäßer (7), Fink (1), Steinlein (1)

  • F2: Ver-Derby

    f2Vaihingen, 29.09.2018, 19.30 Uhr - Nach dem starken Auftreten und dem Pokalsieg in Weilheim landet die zweite Frauenmannschaft aus Leinfelden-Echterdingen wieder auf dem Boden der Tatsachen. In Vaihingen verliert die HSG gegen den SV Vaihingen mit 20:24. Vor dem kommenden Spiel am Samstag ist nun also Wunden lecken angesagt.

    Dennoch war es die HSG, die zu Beginn besser ins Spiel fand und die Partie eröffnete. Vaihingen ließ nicht lange auf sich warten und so konnte sich bis zur 10. Minute keine der beiden Mannschaften absetzen. Geprägt von technischen Fehlern auf der Vaihinger Seite war es der HSG vorbehalten sich einen Vorsprung von 7:10 bis zur 25. Minute zu erarbeiten. Das Resultat hätte noch deutlicher ausfallen können, doch es scheiterte meist an der großen Torfrau Vaihingens, die (vor allem auf Außen) große Winkel kleinmachte. Nach und nach schlichen sich wieder technische Fehler ein, die Vaihingen nutzte und damit sogar in Führung ging. Bei einem ausgeglichenen und spielgerechten Stand von 10:11 wurden die Seiten gewechselt.

    Vaihingen erwischte den besseren Start in die zweite Halbzeit und konnte ihren Vorsprung bis zur 46. Minute auf 15:19 ausbauen. Natürlich wäre es kein spannendes Lokalderby, wenn Vaihingen einfach so gewonnen hätte. Bis zur 55. wurde der Ausgleich wieder hergestellt und die Anzeigetafel zeigte 19:19 an. Danach hatte die HSG Mühe, das Angriffsspiel strukturiert aufzubauen und hinzu kam, dass in der Abwehr die benötigte Körpersprache fehlte.

    Vier Minuten vor Schluss sah sich der Trainer der HSG zu einer Auszeit gezwungen. Die Ansage: Hinten zu machen, vorne rein machen – war genauso wenig aussagekräftig, wie die HSG dann auch gespielt hat. 1 HSG Tor  stand in den letzten 5 Minuten 5 Toren Vaihingens gegenüber. Zu wenig, zu schwach, verloren – mit 4 Toren. Ohne Kampf und Aggressivität bekam die HSG keinen Zugriff mehr auf die Gastgeber. Wichtig wird nun sein, sich weiterhin auf die eigenen Stärken zu besinnen und intensiv am Abwehrverhalten zu arbeiten, da Körpersprache und Aggressivität zum Schluss zu wünschen übrig ließen.

    P.S.: Vielen Dank an die zahlreichen Fans, die uns lautstark angefeuert haben.

    Es spielten: I. Lieb, F. Lieb (beide Tor), Wirtz (3), Wittum, Soldner, Schweizer (2/2), Mitic (4), Dinkelacker (5), Breuning, Hinterkopf (1), Steckroth (3/1), Fink, Steinlein (2)

  • M1: Achterbahnfahrt geht weiter

    m1Passend zum Wasen präsentierte sich in den letzten Wochen die M1 der HSG. Denn nach der nun offenbar auch im Handball eingeführten englischen Woche Anfang Oktober, die mit einem unerwarteten aber dafür umso höher zu wertenden Sieg gegen die zweite Mannschaft aus Wolfschlugen begann, mit einer ärgerlichen Niederlage gegen Plochingens „Zweite“ ihre Fortsetzung fand und mit einem spannenden wie ereignisreichen Spiel mit dem TSV Weilheim als Gegner endete, könnte man schon den Eindruck gewinnen, man befände sich in einem der Fahrgeschäfte auf Stuttgarts (un-)beliebtestem Volksfest. Oder alternativ im Bierzelt, falls sich der ein oder andere mit diesem Vergleich besser aufgehoben fühlt; denn dort soll es ja der Legende nach auch ab und an mal drunter und drüber gehen.

    Dass genau dies nicht passiert und man beim Spiel gegen Weilheim nicht unter dem metaphorischen Biertisch zu enden drohte – vom Kater am nächsten Tag ganz zu schweigen – hatte sich die M1 Unterstützung aus der 1b geholt. So stieß zum relativ jungen Team mit Mark Alexander sowie dem Daniel-Duo Hachtel und Wirtz eine geballte Ladung an Erfahrung zur Mannschaft. Eine Maßnahme, welche das Durchschnittsalter im Vergleich zum vorherigen Spiel gegen Plochingen von 23,18 auf 24,14 Jahre gar nicht mal so drastisch anhob, wie man das eigentlich hätte erwarten dürfen. Glückwunsch dazu, die Herren!

    Ein klein wenig Deutschunterricht

    Der Gast aus Weilheim hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Spiel in der Liga verloren. Einer in den entscheidenden Phasen konzentrierten und auch konsequenten Leistung des HSG-Teams ist es zu verdanken, dass die Weilheimer bei diesem Aufeinandertreffen nur ein einziges Mal in Führung lagen – nämlich beim 6:7 in der zwölften Minute – und somit ihrer leichten Favoritenrolle nicht gerecht werden konnten. Die Spannung holte sich das Spiel aus dem Wechsel der größtenteils hauchdünnen Führung der HSG mit einer Differenz von jeweils ein bis drei Toren, und dem gelegentlichen Ausgleich der Weilheimer. Erstmals davonziehen konnte der Gastgeber in der 16. Minute, als ein Siebenmeter sehenswert durch unseren Torhüter pariert und der direkte Gegenstoß nicht minder schön mit dem 10:7 abgeschlossen wurde. Die erste Drei-Tore-Führung des Spiels, welche in den kommenden Minuten jedoch bis zum Stand von 13:13 wieder dahinschmolz (…oder dahinschmelzte, dahinschmalzte? Das klingt alles irgendwie ziemlich bescheuert; wie heißt das denn richtig? Man weiß es immer weniger, je länger man drüber nachdenkt…). Jedenfalls folgerichtig: die Auszeit in der 23. Minute.

    Diese zeigte Wirkung: Im Anschluss baute die HSG die Führung wieder auf 15:13 aus, unter anderem durch einen grandiosen Distanzwurf unserer Nr. 9 und einem eher schon instinktiv abgewehrten Gegenstoß unseres Torhüters, welcher in Bruchteilen von Sekunden seinen Fuß seitlich auf Brusthöhe schwang und so den Ball um das Tor lenkte. Respekt dafür, manch einer hätte es auf dieser Höhe ja auch profan mit der Hand versucht, aber wer’s kann, warum nicht? Es sah jedenfalls beeindruckend aus. Nach einer weiteren darauf folgenden Auszeit durch die Weilheimer ging es mit einem Halbzeitstand von 17:16 in die Kabine.

    Privatduell gewonnen

    Die ersten Minuten nach Wiederanpfiff gehörten unserer Nr. 9 und der Nr. 11 der Weilheimer. Offenbar hatten sich beide in der Pause kurz getroffen und sich gegenseitig zu einem kleinen Privatduell im Torewerfen herausgefordert, denn andere Torschützen gab es in diesem Abschnitt nur sehr, sehr vereinzelt. Die beiden Außen der HSG durften mit jeweils einem Törchen kurz dazwischenfunken, ansonsten traute sich aber niemand. In der Gesamtbilanz nach 60 Minuten hatte unser Spieler mit 11:4 Toren eindeutig die Nase vorn und konnte diese kleine Fehde am Rande für sich entscheiden. Generell hatte er mit seinen zahlreichen Toren aus dem Rückraum einen echten Sahnetag erwischt.

    Aber auch auf diese Weise konnte sich die M1 keine halbwegs beruhigende Führung herauszuspielen; Weilheim glich diese zu diesem Zeitpunkt immer wieder aus. Zur 45. Minute gelang es dann, sich erstmals in der zweiten Hälfte einen Zwei-Tore-Vorsprung zu erwerfen. Wenig später folgte nach dem 28:26 ein Torhüterwechsel, der sich durch die reine Leistung eigentlich nicht erklärte, aber sich danach dennoch als richtig rausstellen sollte. Denn frisch von der Bank parierte „der Neue“ gleich vier Angriffe des Gegners sauber vom Tor weg und sorgte so dafür, dass Weilheim innerhalb von knapp sechs Minuten das Runde eben nicht im Eckigen unterbrachte. Die Mannschaft vor ihm konnte den Vorsprung somit erstmals auf vier Tore zum 30:26 ausbauen. Eine Doppelparade zum Schluss happyendete (ja, das ist tatsächlich ein im Duden eingetragenes Wort!) schließlich den verdienten 34:31 Erfolg der HSG.

    Lange Pause

    Bis zum nächsten Spiel müssen Mannschaft und Zuschauer sich noch ein wenig gedulden. Durch ein spielfreies Wochenende und die Feierei auf dem Krautfest findet die Saison für die M1 erst am 27. Oktober um 18:00 Uhr in Bad Urach wieder statt. Dazwischen werden, wenn es soweit ist, insgesamt drei Wochen Regeneration und mit Sicherheit intensives Training gelegen haben, sodass man die besagte Achterbahn dann hoffentlich auch wieder verlassen hat und der Zuschauer auf etwas mehr Konstanz im Spiel hoffen darf. Das Treiben auf dem Wasen wird sich zu diesem Zeitpunkt ja ebenso bis zum Frühlingsfest für ein halbes Jahr verabschiedet haben (…zum Glück!).